
Von Johannes Maciejonczyk
Landrat des Landkreises Bamberg
Bassd zamm!
„Vorsprung durch Technik“ oder „Nichts ist unmöglich“ verbinden viele von uns mit Automarken, „Quadratisch. Praktisch. Gut.“ und „Ich liebe es.“ mit Genuss- und Lebensmitteln. Echte Volltreffer der Marketingregel Nummer Eins: Gib dem Kind einen Namen!
Nun steht ein gut-bürgerlich-fränkisch-zurückhaltendes „Bassd zamm“ für unser neues Landkreisbier „36/1 Kreisla“, erstmals gereift in einer Brauerei aus dem Landkreis und einer aus der Stadt Bamberg. Wir Franken sparen schließlich mit Superlativen. Wir sind demütiger: „Bassd scho“ ist für uns der Ritterschlag unter den Komplimenten.
„Bassd zamm“ kann in der uns eigenen Bescheidenheit allerdings ein Gefühl wieder oder neu prägen: ein Gemeinschaftsgefühl von Stadt und Landkreis Bamberg: Der gemeinsame Gottesdienst zu Beginn der Wahlperiode und die Kooperation beim neuen Gerstensaft mögen bisher „nur“ Symbolcharakter gehabt haben.
Bei dem Pilotprojekt „Resiliente Region Bamberg“ wird es nun schon konkreter: Stadt und Landkreis werden mit externer Hilfe unsere Region bestmöglich auf außergewöhnliche Krisenlagen vorbereiten. Und die neue integrierte Rettungsleitstelle Bamberg-Forchheim ist ein schönes Beispiel dafür, dass es schon ein stabiles Fundament für erfolgreiche Partnerschaften gibt.
Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und ich sind überzeugt: gemeinsam geht’s besser. Wir beide gehen unsere neuen Aufgaben in dem Wissen an, dass wir durch Zweckverbände und Gremien auch jeweils gemeinsam Verantwortung für den jeweils anderen Teil von Stadt und Land, nämlich für die gesamte Region tragen.
Ob Sicherheit, Wirtschaft, Bildung oder Gesundheitswesen: Ich bin mir sicher, dass an derlei Diskussionen unser gemeinsamer Gesprächsfaden deutlich wachsen wird. Als Zielbild schwebt mir eine „störungsfreie Glasfaserverbindung“ zwischen Stadt und Landkreis vor. Der fränkisch-demütige Begriff dafür muss allerdings noch gefunden werden. – Ich bin guter Dinge! – „Werd scho!“

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