
JEDERMANN FÜR ALLE
Eine fast magische Erwartung liegt über dem Coburger Schlossplatz an diesem Samstagmittag Ende August. Wo sonst kraftvolle Bässe dröhnen, wirkt die gewaltige Open-Air-Bühne zunächst wie ein stählernes Monster. Doch diesmal regiert das Schauspiel: Hugo von Hofmannsthals Jedermann steht auf dem Programm. Die Geschichte ist schlicht und zugleich zeitlos: Der reiche Jedermann lebt in Saus und Braus, bis plötzlich der Tod vor ihm steht. Auf seinem letzten Weg helfen ihm weder Geld noch falsche Freunde – am Ende zählen gute Taten und der Glaube. Das Besondere an diesem Tag in Coburg: Es verschmelzen Generalprobe, Premiere und Dernière zu einem einzigen Theaterereignis.
Hinter den Kulissen herrscht geschäftiges Treiben, Kostüme werden angepasst, Mikrofone justiert, spontan wird sogar eine Treppe an die Bühne gebaut. Hauptdarsteller Julian Weigend ist von den Dimensionen beeindruckt: „Ich habe schon einiges gesehen, aber das ist echt ein Monster, was da steht. Im Angesicht dieser Kulisse zu spielen, ist surreal und unfassbar großartig. Es erinnert mich ein bisschen an meine Heimatstadt Graz – ich fühle mich hier sofort pudelwohl.“ Ralph Morgenstern, der den Mammon spielt, weiß zugleich um die Herausforderung der Freiluftbühne: „Man muss anders spielen, man muss größer spielen. Auf einer Riesenbühne ist mehr einfach mehr. Wenn der Zuschauer mich nur hört, aber nicht sieht, wird es zum Hörspiel – und das ist ja nicht der Sinn.“
Dass Coburg für das Ensemble mehr ist als eine weitere Station, zeigt sich schnell. Für Regisseur Nicolai Tegeler schließt sich sogar ein persönlicher Kreis: „Ich hatte hier als Jugendlicher mein allererstes Vorsprechen und wurde nicht genommen. Jahre später mit dem Jedermann zurückzukehren, ist eine kleine Genugtuung.“ Markus Majowski entdeckt derweil ganz neue Qualitäten der Vestestadt: „Ich dachte, Weimar sei nach Dinkelsbühl die schönste Stadt Deutschlands … Ich korrigiere: Gib mir noch zwei Tage, ich glaube, Coburg könnte die schönste werden.“ Auch Michaela Schaffrath erlebt die Verpflichtung beinahe als Fügung: „Ich bin letztes Jahr über den Schlossplatz spaziert und dachte: Hier mal zu spielen, wäre genial. Wenige Wochen später rief Nico an!“ Dorkas Kiefer schwärmt vom Weg zum Spielort: „Der Gang vom Hotel über den Marktplatz hierher ist wunderschön. Das wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich hier bin.“
Im Mittelpunkt aber steht Hofmannsthals Blick auf den Menschen. Tine Wittler entdeckt dabei immer neue Facetten: „Bei jeder Probe und Aufführung entdecke ich eine neue Nuance. Das Stück vereint so viele menschliche Eigenschaften in sich, die keineswegs nur positiv sind – aber genau das gibt uns die Chance, uns selbst zu reflektieren und zu fragen: Wann bin ich im Leben vielleicht auch mal so?“ Susanne Bormann, die Buhlschaft, sieht darin den eigentlichen Reiz der Inszenierung: „Nico hat mich überzeugt, weil er es nicht als verstaubtes Moralstück inszeniert, sondern als Spiegel für die ambivalenten Anteile in jedem von uns. Es bringt uns auf die ganz wesentlichen Fragen zurück: Wer sind wir, wer wollen wir sein – und was bleibt eigentlich von uns?“
Auch die alte Sprache gewinnt dadurch neue Aktualität. Alexandra Kamp sagt: „Ich konnte früher mit den Reimen im Schulunterricht gar nichts anfangen. Erst durch Julians moderne Spielweise habe ich die Aktualität verstanden. Meine Oma hat schon immer gesagt: Das letzte Hemd hat keine Taschen.“ Und Erol Sander bringt als Tod die Botschaft auf den Punkt: „Die Zeit dreht sich im Kreis. Unser Stück spricht ins Gewissen – es ist ein Aufruf zur Umkehr zur Menschlichkeit.“
Als die Dämmerung über der Ehrenburg einsetzt, entfaltet der Jedermann seine ganze Wirkung. Trotz minimalistischer Requisiten trägt das Ensemble die Wucht und Emotionalität des Stücks über den weitläufigen Schlossplatz. Gesangseinlagen von Maya Forster, Akkordeon-Klänge von con:trust und eine eindrucksvolle Feuer-Performance setzen zusätzliche Akzente, ohne vom Schauspiel abzulenken.
Als der letzte Ton in die laue Sommernacht verhallt, antwortet das Coburger Publikum mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovations. Was am Mittag mit einer beinahe unwirklich stillen Bühne begonnen hat, endet als außergewöhnlicher Theaterabend – und als Erinnerung daran, dass Hofmannsthals alte Frage nach dem, was am Ende wirklich zählt, nichts von ihrer Aktualität verloren hat.
SICHERHEIT FÜR ALLE
Als am 13. September 1951 im Coburger Hotel Goldene Traube die „Verkehrswacht Coburg“ gegründet wird, ist das Auto noch längst kein selbstverständlicher Bestandteil des Alltags. 1082 Pkw und 1182 Motorräder sind damals in der Stadt zugelassen. Doch die Motorisierung nimmt rasant zu – und mit ihr die Gefahren. Jährliche Unfallsteigerungen von mehr als 30 Prozent machen deutlich, dass der Straßenverkehr neue Antworten verlangt. 75 Jahre später hat sich die Welt verändert, die Aufgabe ist geblieben. Am 12. September 2026 blickt die Kreisverkehrswacht Coburg auf eine Geschichte zurück, in der acht Vorsitzende die ehrenamtliche Arbeit geprägt haben.
Heute geht es längst nicht mehr nur um klassische Verkehrserziehung. Kinder auf dem Schulweg, junge Fahranfänger, Motorradfahrer, Pedelec-Nutzer und ältere Menschen gehören zu den Zielgruppen. Aufklärung, Reaktions- und Sehtests sowie praktische Trainings sollen helfen, Risiken zu erkennen, bevor sie zu Unfällen werden. Allein in den vergangenen vier Jahrzehnten haben bei den Kraftfahrzeug-Sicherheitstrainings fast 1.500 Kurse mit mehr als 11.000 Teilnehmern stattgefunden.
Trainiert wird mit dem eigenen Fahrzeug: beim Pkw etwa Bremsen auf einer bewässerten Folie, beim Motorrad Slalom und Gleichgewichtsübungen, beim Pedelec Anfahren, Zielbremsen und langsames Fahren. Möglich wird das umfangreiche Angebot auch durch starke Partner. Die Firma Kaeser stellt ihren Mitarbeiterparkplatz als Trainingsfläche zur Verfügung, die Sparkasse Coburg-Lichtenfels übernimmt seit Jahrzehnten die Hälfte der Kurskosten.
Ein besonderes Aushängeschild sind die Verkehrskadetten, die 1998 gegründet wurden. Die 13- bis 27-Jährigen helfen bei Veranstaltungen, sichern Fußgänger, weisen Parkplätze zu und übernehmen Verantwortung. Einer ihrer ersten Verkehrskadetten war Landrat Sebastian Straubel.
Zum Jubiläum unter Vorsitzendem Udo Skrzypczak wurde deshalb nicht nur zurückgeblickt: Auf dem Kaeser-Parkplatz konnten Besucher die Arbeit der Verkehrswacht bei praktischen Übungen erleben. 75 Jahre nach ihrer Gründung bleibt ihr Anliegen so aktuell wie damals: Sicherheit beginnt mit Aufmerksamkeit – und mit dem Bewusstsein, dass im Straßenverkehr jeder für jeden Verantwortung trägt.
PROTEST DER JÜNGSTEN
Platz da für die jüngsten Verkehrsteilnehmer: Rund 120 bis 150 Radler haben an einem Freitag im September bei der ersten „Kidical Mass“ in Coburg für mehr Sicherheit auf zwei Rädern demonstriert. Zwischen Kindern, Eltern und Großeltern waren auch Ella Elefant vom Kinderschutzbund, ein Frosch und ein Zebra unterwegs. Vom Stadtjugendheim CoJe führte die Tour über den Schlossplatz und durch das Ketschentor zum Marktplatz.
Dort machten die jungen Teilnehmer klar, worum es ihnen geht: „Ich will sicher zur Schule“, „Uns gehört die Straße“ und „Die Straßen sind für alle da“. Neben einem besseren Radwegenetz wünschten sich die Kinder auch mehr Rücksicht und erinnerten daran, beim Radfahren einen Helm zu tragen.
Begleitet von Polizei und organisiert vom ADFC ging es anschließend durch Spitalgasse, Mohrenstraße und die Callenberger Unterführung bis zum Spielplatz in Neuses und zurück zur CoJe. Gerade die Unterführung gilt als problematische Stelle für Radfahrer, weil eine Fahrradspur unvermittelt endet und anschließend der Gegenverkehr gekreuzt werden muss.
Unterstützung kommt aus dem Coburger Stadtrat. Der Rad- und Fußverkehrsbeauftragte Wolfram Haupt fordert sichere und geschützte Radwege sowie ein durchgängiges Netz. Dass dabei Handlungsbedarf besteht, zeigt auch der ADFC-Fahrradklima-Test 2024: Coburg erreicht dort nur die Note 4,16.
INFOS FÜR BAUHERRN
Ein Zuhause ist mehr als Quadratmeter, Grundriss und Kaufpreis. Es ist Rückzugsort, Lebensraum und nicht selten die größte Investition des eigenen Lebens. Wer bauen, kaufen, modernisieren oder sein Zuhause fit für die kommenden Jahrzehnte machen möchte, findet am 30. und 31. Januar 2027 in der Brose Arena Bamberg reichlich Inspiration und kompetente Ansprechpartner: Bei der 24. Immobilienmesse Franken dreht sich alles um die Frage, wie Wohnen heute – und morgen – aussehen kann.
Dabei geht es längst nicht mehr allein um die klassische Immobilie. Die Messe nimmt die großen Themen rund ums Haus in den Blick: Modernisieren und Sanieren ebenso wie Klima und Energie, Sicherheit und Einbruchschutz oder die Möglichkeiten eines intelligent vernetzten Smart Home. Wer über neue Möbel, zeitgemäße Raumkonzepte oder ein Zuhause ohne Barrieren nachdenkt, findet ebenso Anregungen wie Gartenbesitzer und alle, die aus ihrem Außenbereich mehr machen möchten. Auch Inneneinrichtung und barrierefreie Wohnformen gehören zu den Schwerpunkten.
Gerade die Mischung macht den Reiz der Immobilienmesse aus. Wo an einem Stand über Wärmedämmung oder Heiztechnik gesprochen wird, geht es am nächsten vielleicht um Einbruchschutz, einen altersgerechten Umbau oder die Gestaltung des Gartens. So entsteht ein umfassendes Bild dessen, was heute rund um die eigene Immobilie möglich ist – von der ersten Idee bis zur konkreten Umsetzung.
Zusätzliche Orientierung bieten die durchgehend stattfindenden Fachvorträge im Betongold- und WOBLA-Vortragsforum im ersten Obergeschoss. Experten liefern dort Wissen und Impulse zu aktuellen Entwicklungen und praktischen Fragen des Immobilien- und Wohnungsmarktes. Und auch bei den Ausstellern legt die 24. Auflage noch einmal zu: Noch mehr Unternehmen und Fachleute sind vor Ort und machen die Messe zu einem Ort für Gespräche, Ideen und konkrete nächste Schritte.
Wer also gerade über die eigenen vier Wände nachdenkt – oder einfach neugierig darauf ist, wie sich Wohnen verändern kann –, sollte sich den 30. und 31. Januar 2027 vormerken. Denn manchmal beginnt ein neues Zuhause nicht mit dem ersten Spatenstich, sondern mit einem guten Gespräch auf einer Messe.
STARTUP FÜR VEREINE
Was als Problem im eigenen Vereinsalltag beginnt, entwickelt sich zu einer Geschäftsidee mit bundesweiter Reichweite: Das Sonnefelder Startup Sportypost GmbH möchte Sportvereinen mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz den Rücken freihalten. Mit vereinsmanager.io entsteht eine digitale Geschäftsstelle, die Verwaltungsarbeit nicht nur organisiert, sondern möglichst selbst übernimmt.
Die Idee kennt Gründer Louis Kappenberger aus eigener Erfahrung. Als Vorstand des TSV 1862 Sonnefeld erlebt der Informatikkaufmann seit 2017, wie viel Zeit Mitgliederverwaltung, Sponsorenkontakte, Social Media, Dokumente und wiederkehrende Anfragen im Ehrenamt binden. Gemeinsam mit Co-Founder Phillip Jungkunz entwickelt er deshalb eine Lösung, die aus dem Vereinsalltag heraus gedacht ist. „Wenn immer mehr organisatorische Arbeit an denselben Personen hängen bleibt, wird Ehrenamt irgendwann zur Belastung“, sagt Kappenberger.
Herzstück ist „Lina“, eine digitale Mitarbeiterin, die Aufgaben per Text, Sprache oder WhatsApp entgegennehmen und auf vorhandene Vereinsinformationen zugreifen kann. „Wir wollen eine Plattform schaffen, die nicht nur darauf wartet, bedient zu werden, sondern für den Verein arbeitet“, erklärt Kappenberger. Die Idee scheint einen Nerv zu treffen: Vereine aus ganz Deutschland nutzen die Lösungen von Sportypost, darunter auch der Volleyball-Bundesligist VC Olympia Berlin.
Weiterentwickelt wird das Startup inzwischen in der Digitalen Manufaktur in Rödental, dem Gründerzentrum von Zukunft.Coburg.Digital. Für Geschäftsführer Florian Hanf zeigt Sportypost, welches Potenzial in regionalen Gründungen steckt: Aus einer konkreten Herausforderung im Vereinsleben sei eine Lösung entstanden, die bereits deutschlandweit eingesetzt werde.
Das Ziel der beiden Gründer ist entsprechend ambitioniert: Tausende Vereine sollen künftig von administrativen Routinen entlastet werden. „Unsere Vision ist, dass eine digitale Mitarbeiterin im Verein irgendwann genauso selbstverständlich ist wie heute eine Website oder eine WhatsApp-Gruppe“, sagt Kappenberger. Ein Stück Zukunft des Ehrenamts entsteht damit direkt vor der Haustür.
PARTYSTIMMUNG FÜR ALLE
Zwei Konzerte, zwei völlig unterschiedliche Klangwelten – und doch verbindet sie eines: In der BROSE ARENA Bamberg darf dank des Veranstaltungsservice Bamberg wieder ausgiebig gefeiert, mitgesungen und getanzt werden. Im Oktober geht es auf Zeitreise mit einer der größten deutschen Schlagerikonen, im November wird es alpenländisch, elektronisch und ziemlich verrückt.
Den Auftakt macht am 24. Oktober 2026 um 19.30 Uhr „Wahnsinn! Die Show“. Anlässlich des 75. Geburtstags und des 50. Bühnenjubiläums von Wolfgang Petry bringt die Produktion dessen große Hits zurück auf die Bühne. Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen, Der Himmel brennt und natürlich Wahnsinn gehören zu einer musikalischen Zeitreise, die sich am Lebensgefühl von Petrys legendärer „Einfach Geil“-Ära orientiert. Originalaufnahmen, eine Liveband, Solisten und Tänzer lassen die großen Petry-Momente wieder aufleben. Mehr als 150.000 Besucher haben die Show seit 2022 bereits erlebt.
Einen ganz anderen musikalischen Ausnahmezustand versprechen die Fäaschtbänkler am 20. November 2026 um 20.30 Uhr. Die fünf Schweizer Musiker mischen Blasmusik mit Pop, Elektro, Techno und Oberkrainer-Sound und machen daraus einen höchst tanzbaren Partymix. Trompete, Akkordeon, Klarinette, Saxofon, Alphorn, Schlagzeug und E-Bass treffen auf wummernde Beats – Tradition und Moderne werden kurzerhand auf eine gemeinsame Tanzfläche gestellt. Mit Hits wie ALL IN, Glück, Humpa Humpa oder Can You English Please haben die Fäaschtbänkler längst bewiesen, dass zwischen Volksmusik und Clubsound erstaunlich viel Platz für gute Laune ist.
So unterschiedlich die beiden Abende auch sind: Beide versprechen Musik nicht zum stillen Zuhören, sondern zum gemeinsamen Erleben – einmal im Zeichen von Wolle Petry, einmal mit Schweizer Blasmusik-Power. Am besten Tickets besorgen unter kartenkiosk-bamberg.de. Auch für die vielen anderen Highlights in den nächsten Wochen und Monaten: in der Brose Arena z. B. noch Dämmerland, im Kulturboden Wolfgang Buck, Kerle auf Kur, Anders, Udomat und die Panikgenossen, Anette von Bamberg, Willy Astor und Eisi Gulp.
KUNST UND KULINARIK FÜR DIE GÄSTE
In Zusammenarbeit der Galerie Späth mit dem Restaurant Goldenes Kreuz wurden im Rahmen der Museumsnacht Arbeiten des Berliner Künstlers Peter Wever und kulinarische Schätze aus der Restaurantküche präsentiert. Bullfrog-Design aus Michelau schuf mit ausgewählten Sitz- und Liegemöbeln eine entspannte Atmosphäre. Peter Wever ist in Coburg bereits seit vielen Jahren bekannt und eng mit der Galerie Späth verbunden. Im Mittelpunkt seiner Kunst standen menschliche Beziehungen, alltägliche Momente, Landschaften und Blumen. Mit Charme, Nonchalance und liebevollen Zeichnungen erhob er scheinbar Alltägliches zu gemalter Poesie. Seine Arbeiten finden dabei nicht nur in Coburg zahlreiche Freunde und Sammler.
EIN ÖTZI FÜR COBURG
Ötzi bringt sie noch einmal zusammen: Zum 35. Jahrestag der spektakulären Entdeckung der Gletschermumie im Tisenjoch trafen sich im September im Ötzi-Dorf in Umhausen nicht nur Zeitzeugen des Fundes, sondern auch ehemalige und aktuelle Ötzi-Darsteller. Unter ihnen: der Wahl-Coburger und frühere Tatort-Kommissar Andreas Leopold Schadt, der inzwischen in mehreren Werbefilmen für die Region vor der Kamera steht.
Bei den offiziellen Feierlichkeiten zur Eröffnung des Projekts „Ötzi Origin“ kam Schadt mit seinen einstigen Kollegen aus Südtirol und Österreich zusammen. Ein Wiedersehen mit einer Figur, die seit 35 Jahren fasziniert – und mit Menschen, die ihr für Film, Fernsehen und Tourismus ein Gesicht gegeben haben. Das Jubiläum wurde mit einer Zeitzeugendiskussion, einem gemeinsamen Fotoshooting und einem umfangreichen Programm begangen.
„Ötzi Origin“ schlägt dabei eine digitale Brücke zwischen dem Ötzi-Dorf und der rund 3210 Meter hoch gelegenen Originalfundstelle am Tisenjoch. Besucher sollen den Ort der Entdeckung künftig auf innovative Weise erleben und dabei tief in die Geschichte des Mannes aus dem Eis eintauchen können.
Denn auch 35 Jahre nach dem Fund ist Ötzi keineswegs auserzählt. Die 1991 von Erika und Helmut Simon entdeckte Mumie beschäftigt weiterhin die internationale Forschung.

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