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Oliver Löffler ist seit Jahresbeginn Vorstand der Sparkasse Coburg – Lichtenfels.
Banken sprechen gern über Zahlen. Oliver Löffler spricht lieber über Menschen. Seit Januar verantwortet der 51-Jährige als neuer Vorstand das Kundengeschäft der Sparkasse Coburg – Lichtenfels – und damit auch die Frage, wie sich wirtschaftliche Stabilität und persönliche in unsicheren Zeiten vereinbaren lassen. Eine Aufgabe, die Erfahrung verlangt. Und Haltung. Wenn Oliver Löffler über seine neue Aufgabe spricht, beginnt er nicht mit Strategien oder Bilanzen, sondern mit Begegnungen. „Ich bin seit dem 2. Januar in Coburg und wirklich sehr gut angekommen“, sagt er. Kolleginnen und Kollegen, Kundinnen und Kunden, Menschen aus der Region – viele Gespräche, viele Eindrücke. „Ich fühle mich hier sehr wohl.“ Das klingt schlicht, ist für jemanden in seiner Position jedoch entscheidend. Denn Löffler verantwortet im Vorstand der Sparkasse Coburg – Lichtenfels das gesamte Kundengeschäft – von Privatkunden über Firmenkunden bis zu den Eigenanlagen des Hauses. Rund 80.000 Kundinnen und Kunden zählt die Sparkasse. Eine Zahl, hinter der für ihn vor allem eines steht: Verantwortung. „Der Umgang mit Menschen ist für mich das A und O“, sagt Löffler.
„Denn nur wenn man menschlich miteinander umgeht und gemeinsam versucht, Ziele zu erreichen, dann schafft man das auch.“ Dass er dieses Geschäft von Grund auf kennt, liegt an seinem beruflichen Weg. Direkt nach dem Abitur begann er bei der damaligen Kreissparkasse Bamberg eine Ausbildung zum Bankkaufmann – und ist der Sparkassenwelt seither treu geblieben. Mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung hat er gesammelt, viele Aufgabenbereiche kennengelernt, bevor er nun den Schritt in den Vorstand wagte.
„Mich reizt es absolut, an vorderster Stelle für den Markt Verantwortung zu übernehmen.“ Der Markt – das sind heute allerdings komplexere Rahmenbedingungen als noch vor wenigen Jahren. Wirtschaftliche Unsicherheiten, geopolitische Spannungen, wechselnde politische Entscheidungen – all das wirkt sich auch auf die Region aus. „Die größte Herausforderung für viele Menschen ist derzeit die Unsicherheit an den Märkten“, sagt Löffler. Niemand wisse genau, wie sich wirtschaftliche Entwicklungen in den kommenden Monaten entfalten werden. Unternehmen überlegen genauer, bevor sie investieren, private Haushalte überlegen länger, bevor und für was sie Geld ausgeben. „Wir merken, dass viele Kundinnen und Kunden vorsichtiger geworden sind und Entscheidungen noch genauer abwägen.“
Für eine regionale Sparkasse bedeutet das vor allem eines: Orientierung geben. Gerade im Privatkundengeschäft gehe es darum, wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich zu erklären – etwa bei Themen wie Inflation oder Vermögensanlage.
Gleichzeitig beobachten Unternehmen sehr genau, wie sich internationale Entwicklungen auf ihre eigenen Märkte auswirken.
„Die Unsicherheit ist für viele die größte Belastung“, sagt Löffler. „Genau hier stehen wir als Partner mit Rat und Tat zur Seite.“ Dabei versteht er die Rolle der Sparkasse nicht nur als Finanzdienstleister, sondern als Teil der regionalen Infrastruktur. „Die Sparkasse ist seit über 200 Jahren ein stabiler Anker in der Region.“ Ihr Geschäftsmodell sei bewusst langfristig ausgerichtet: Sicherheit, Verlässlichkeit und gleichzeitig der Blick nach vorn.
Gerade in schwierigen Zeiten sieht Löffler daher auch Chancen. „Wenn sich Rahmenbedingungen verändern, entstehen neue Möglichkeiten. Dann müssen wir uns weiterentwickeln, kreativ sein und vielleicht in andere Themen investieren.“ Ein Beispiel dafür ist die Digitalisierung, die für die Sparkasse ein wichtiges strategisches Handlungsfeld geworden ist. Doch bei allen technologischen Veränderungen bleibt für ihn der Kern der Sparkassenidee unverändert: Nähe. „Ich glaube, das ist das, was die Kundinnen und Kunden an den Sparkassen schätzen – dass wir einen persönlichen Bezug zu ihnen haben.“ Vielleicht ist es genau diese Mischung aus Erfahrung und Bodenständigkeit. Er besucht Veranstaltungen in der Region, ist bei der Neujahrsgala im Kongresshaus Rosengarten ebenso anzutreffen wie auf dem Weihnachtsmarkt in Lichtenfels. Man sieht ihn aber auch beim Karrierekompass in der alten Pakethalle, bei Spielen des HSC Coburg oder den Landfrauen in Bad Staffelstein. „Wir sind wirklich vielfältig in der Region unterwegs“, sagt er, „nicht nur in Coburg, sondern ebenso in Lichtenfels und in den beiden Landkreisen.“
Privat ist der Vater von vier Kindern längst in einer neuen Rolle angekommen: Seit anderthalb Jahren ist er Großvater. Enkelin Ida, sagt er mit einem Lächeln, „ist mittlerweile unser Sonnenschein“. Familie
bedeute für ihn vor allem eines: sich aufgehoben fühlen.
Wenn Zeit bleibt, treibt er Sport – früher Fußball, Tennis oder Tischtennis, heute eher Radfahren oder Schwimmen. „Sport ist mir sehr wichtig als Ausgleich.“ Und manchmal auch ganz einfach ein Grillabend mit der Familie. An die regionalen Eigenheiten arbeitet er sich ebenfalls heran – kulinarisch zumindest mit Begeisterung. „Ich mag die Coburger Bratwurst von klein auf wahnsinnig gern“, sagt er. Außerdem schätzt er die schmackhaften Biere vom Obermain. „Nichts erfrischt besser, wenn man mit dem Rad unterwegs ist. Da haben die zahlreichen Brauereien wirklich was zu bieten.“
Löffler ist gern hier bei den Menschen. Die Zukunft der Region ist ihm wichtig. „Für unsere Kundinnen und Kunden wünsche ich mir vor allem wirtschaftliche Stabilität, Sicherheit und Gesundheit“, sagt Löffler. Die großen Entwicklungen könne man nicht vollständig beeinflussen. Aber man könne verlässlich begleiten. Und genau darin sieht er die Aufgabe der Sparkasse.


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