Darüber spricht Coburg #73

ALLES WIRD GUT 1

Händeschütteln als Symbol für Zusammenhalt: Beim Neujahrsempfang der Stadt Coburg trafen sich Bürgermeister und Vorstand des größten Arbeitgebers der Stadt – der HUK-COBURG – in einträchtiger Eintracht. Kein Wunder, dass der Empfang ausgerechnet hier dort stattfand. OB Dominik Sauerteig betonte: „Wir verdanken die hohe Lebensqualität in Coburg vor allem den starken Unternehmerinnen und Unternehmern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unternehmen.“ Ein leuchtendes Beispiel sei die HUK-COBURG: Vorstandssprecher Klaus-Jürgen Heitmann verkündete stolz, dass 2025 das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte war: „Wir investieren einen wirklich nennenswerten dreistelligen Millionenbetrag hier in unseren Standort auf der Bertelsdorfer Höhe. Ja, genau so soll man das verstehen als Signal, als Symbol für die Zukunft.“

Photovoltaik-Anlagen auf dem Parkplatz sollen künftig zwei Drittel des Strombedarfs decken, und das Gebäude selbst wird umfassend modernisiert. Nicht minder beeindruckend ist die Firma Kaeser, deren Vorsitzender Thomas Kaeser erklärte: „Unsere Philosophie ist, hier in Coburg zu investieren und nicht nach China oder Indien oder USA zu gehen – das hier ist unsere Heimat.“ Sauerteig hob hervor, wie außergewöhnlich es sei, dass Unternehmen in einer Zeit bundesweiter Arbeitsplatzverlagerungen so massiv am Standort festhalten. Die Botschaft des Abends: Coburg weiß, bei wem es sich zu bedanken hat. Sparsamkeit und sinnvolle Investitionen ermöglichen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten freiwillige Leistungen, von denen andere Städte nur träumen.

Dr. Andreas Engel von der IHK betonte: „Wir brauchen auf jeden Fall erstmal tatsächlich einen Ruck der Reformen auf allen Ebenen. … Und da muss sich diese positive Stimmung natürlich dann auch niederschlagen hier bei uns am Standort.“ Auch Unternehmer vor Ort zeigten sich optimistisch: „Die Gewerbesteuer ist sehr niedrig, das ist schon mal das A und O“, sagte Jessica Heß von Hörgeräte Geuter. Michael Böhm ergänzte: „Wir profitieren von dem niedrigen Gewerbesteuersatz und den niedrigen Lebenshaltungskosten. Darum kriegen wir Fachkräfte aus dem Umland und aus Großstädten.“ Oliver Löffler von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels resümierte: „Coburg ist mit seinen reichhaltigen Unternehmen sehr, sehr gut aufgestellt für die Zukunft.“ Optimismus, Zusammenhalt und die Botschaft, dass Coburgs Unternehmen fest in der Stadt verwurzelt sind – der Neujahrsempfang hat genau das ausgestrahlt.

Zum TV-Bericht von iTVCoburg geht’s hier: www.das-magazin.de/laecheln-bitte/


ALLES WIRD GUT 2

Der Neujahrsempfang der Stadt Neustadt bei Coburg bot auch in diesem Jahr einen würdigen Rahmen für Rückblick, Ausblick und persönlichen Austausch. Oberbürgermeister Frank Rebhan begrüßte zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und dem gesellschaftlichen Leben der Stadt. In seiner Ansprache blickte er auf die Herausforderungen und Erfolge des vergangenen Jahres zurück und würdigte insbesondere das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die Neustadt mitprägen. Gleichzeitig richtete Rebhan den Blick nach vorn und skizzierte zentrale Themen und Ziele für das neue Jahr. Der Empfang unterstrich einmal mehr die Bedeutung des Miteinanders in der Stadtgesellschaft. In angenehmer Atmosphäre nutzten die Gäste im Anschluss die Gelegenheit zu Gesprächen und zum Netzwerken – ein gelungener Start ins neue Jahr für Neustadt bei Coburg.


ALLE ACHTUNG

Coburg kennt sie als Tochter von Michael Stoschek, dem langjährigen Kopf des weltweit operierenden Automobilzulieferers Brose. Doch Julia Stoschek hat sich längst ein eigenes, international renommiertes Terrain erobert: Die Videokunst. Mit einer der größten Sammlungen weltweit zieht sie nun in Los Angeles die Blicke auf sich. „Es war immer mein Traum, meine Sammlung in L. A. zu präsentieren“, sagt sie in einem langen Interview mit der „ZEIT“ und betont die Bedeutung der Stadt für bewegte Bilder: „Von den Stummfilmen übers Golden Age, von Hollywood bis zu den digitalen Traumfabriken: L. A. ist die Stadt, in der moving images produziert, konsumiert, mythologisiert werden.“ Die  Ausstellung „What a Wonderful World“ ist eine kleine Berliner Berghain-Note in Hollywood. Kuratiert von Udo Kittelmann, zeigt sie ein „audiovisuelles Poem“: Jahrhundertalte Stummfilme treffen auf Arbeiten zeitgenössischer Videokünstler wie Anne Imhof, Lu Yang oder Arthur Jafa. „Es ist eine zivilisationskritische Odyssee“, erklärt Stoschek, „Geschichte, Macht, Kontrolle und natürlich Liebe – diese Themen ziehen sich durch hundert Jahre bewegter Bilder.“ Besonders die Konfrontation von surrealistischen Klassikern mit aktuellen Arbeiten illustriere, „dass Kunst Gewalt überwindet“.

Politisch, sensibel, kritisch – Videokunst ist für Stoschek wie ein Seismograf gesellschaftlicher Entwicklungen: „Ich bin konservativ aufgewachsen, aber die Kunst hat mir Sensibilität und Toleranz vermittelt.“ In L. A. wird die Schau kostenlos zugänglich sein, um diesen Anspruch zu unterstreichen. Und auf die Frage nach Hollywoods rotem Teppich antwortet sie gegenüber dem Wochenmagazin schmunzelnd: „Ich habe noch keine Einladung zu den Oscars.“


ÜBER ALLE BERGE

Seit einem Jahr arbeitet Ötztal Tourismus im Rahmen seiner Kampagnen mit dem Wahl-Coburger Andreas Leopold Schadt zusammen – diese Kooperation wird nun um ein weiteres Jahr verlängert. Schadt verkörpert dabei die Rolle des Ötzi und steht als authentischer Darsteller für eine der bekanntesten Figuren der Tiroler Geschichte. Mit Beginn der Winterkampagne 25/26 ist Andreas Leopold Schadt offiziell das Gesicht der Kampagne. In der Rolle des Ötzi erkundet er das Ötztal, besucht besondere Orte der Region und nimmt das Publikum mit auf eine besondere Reise durch alpine Landschaften, Traditionen und Erlebnisse. Die Inszenierung verbindet dabei Geschichte, Gegenwart und touristische Highlights auf moderne Weise. Aktuell läuft die erste Winterkampagne, die bereits in unterschiedlichen Medienformaten ausgespielt wird.

Ab Mai folgt die Veröffentlichung der Sommerkampagne, die auf internationalen Märkten positioniert wird und ebenfalls crossmedial umgesetzt ist. Ziel ist es, die Marke Ötztal mit einer klaren, wiedererkennbaren Figur weiter zu stärken und die Region emotional und mit einer guten Prise Humor authentisch zu präsentieren. Schadt ist in den Medien kein Unbekannter: Früher ermittelte er als Tatort-Kommissar, warb als markantes Testimonial für Verivox, den Verkehrsverbund VGN – und ritt als kerniger Cowboy für BMW Sperber aus Bamberg auf. Nun also der Sprung in prähistorische Höhen: Wenn ein Franke den Ötzi spielt, wird Tirol plötzlich ein kleines bisschen Coburg.


ALLES ALT

Manche Gebäude altern, andere werden mit jedem Jahrhundert nur bedeutender. Die Veste Coburg gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Hoch über der Stadt thronend, war sie Burg und Residenz der Grafen von Henneberg, kursächsisches Bergschloss und Luther-Zuflucht, später ernestinische Landesfestung im Dreißigjährigen Krieg – und schließlich ein Paradebeispiel der Burgenrenaissance. Kaum ein deutsches Baudenkmal hat so viele Rollen gespielt. Der Name „Koburk“ taucht bereits im 11. Jahrhundert in Urkunden auf, doch erst 1225 wird eine steinerne Burg erwähnt. Genau in diese Zeit fallen, wie neueste Forschungen zeigen, die baulichen Anfänge der heutigen Anlage.

Das 800-jährige Jubiläum bot im letzten Jahr Anlass für eine große Ausstellung und jetzt für ein Buch, das die Geschichte des Festungsbergs noch einmal gründlich unter die Lupe nimmt: Im umfangreichen Jahrbuch „Burg, Schloss, Fränkische Krone – 800 Jahre Veste Coburg“ zeichnen Fachautoren die Entwicklung von der frühgeschichtlichen Besiedelung bis zu modernen denkmalpflegerischen Maßnahmen nach. Viele Bauphasen werden präziser datiert, manche Zusammenhänge erstmals neu gedeutet. Ein opulentes Werk – und eine würdige Verneigung vor einem Wahrzeichen.

„BURG, SCHLOSS, FRÄNKISCHE KRONE – 800 Jahre Veste Coburg“, Jahrbuch der Coburger Landesstiftung, 448 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Preis: 45 Euro.


ALLES HIN

Wenn das Parkett bebt und Glitzerstaub in der Luft liegt, dann ist wieder Zeit für Lateintanz in Bestform. Am 28. März wird Coburg erneut zur Bühne für ein sportliches Großereignis: Der TV Coburg-Ketschendorf richtet das Saisonfinale der Landesliga und Regionalliga Süd Bayern aus – ein echtes Heimspiel mit Strahlkraft weit über die Region hinaus. In der Turnhalle der Pestalozzischule treten jeweils neun Mannschaften in beiden Ligen an, dazu Formationen der Hobbyliga. Ein prall gefüllter Turniertag also, bei dem Eleganz, Rhythmusgefühl und Teamgeist im Mittelpunkt stehen. Für den Gastgeber gehen gleich zwei Teams an den Start: Das A-Team der Erwachsenen präsentiert seine neue Choreographie „Don’t Stop Believing“, während das junge B-Team zu „The Greatest Showman“ über die Fläche wirbelt. Die Konkurrenz kommt aus München, Nürnberg, Weiden, Zürich und weiteren Tanzhochburgen. In der Regionalliga kämpfen Formationen aus Wasserburg, Altenburg und anderen Städten um den Sprung in die 2. Bundesliga – Spannung bis zur letzten Drehung ist garantiert. Ein Fest für Sportfreunde und Tanzbegeisterte gleichermaßen.

Aktuelle Infos und Tickets gibt es unter: www.tv-ketschendorf.de/tanzen


ALLES FALSCH

Es ist nicht so, dass der COBURGER ein Problem mit Coburger Traditionen hat, ganz und gar nicht, ganz im Gegenteil: Wir lieben Coburg und seine Spezialitäten, auch wenn beim aufmerksamen Lesen und Betrachten der Ausgaben Coburger 71 und 72 der Eindruck entstehen könnte, wir hätten ein gespaltenes Verhältnis zur Vestestadt: Einmal mogelte sich ausgerechnet in eine Geschichte über eines der Nationalgerichte der Coburger, den Coburger Rutscher, ein falsches Bild, und zwar ein Bild von einem festen bayerischen Knödel, der so gar nichts mit der weichen Struktur eines wohlschmeckenden Coburger Rutschers zu tun hat. Falscher könnte ein Bild nicht sein, stellte auch (vermutlich nicht nur ein) Leser fest, in diesem Fall aus Seßlach, der sein erzürntes Missfallen über unseren Fehler am Telefon nur mühsam unterdrücken konnte.

Wir haben versprochen, uns dafür in aller Form zu entschuldigen, was wir hiermit tun. Es soll nicht wieder vorkommen, Rutscher bleibt Rutscher. Aber als ob es nicht genug wäre, unterlief uns in der folgenden Ausgabe in unserer Geschichte über die Coburger Schmätzchen des Coburger Hoflieferanten Lebkuchen Feyler ein orthographisches Durcheinander: Im Text tauchte neben dem richtigen Namen „Feyler“ auch mehrfach die völlig falsche Schreibweise „Pfeiler“ auf. Die Ursache war schnell gefunden, die KI hatte bei einem Korrekturlauf den Text verschlimmbessert, beim nachfolgenden eigenen Korrigieren haben wir einige falsche Schreibweisen korrigiert, andere nicht. Das hätte nicht passieren dürfen, ist es aber doch, dafür wollen wir uns auch ganz herzlich entschuldigen und die vielen Köstlichkeiten neben den Coburger Schmätzchen, vor allem die leckeren Lebkuchen aus dem Hause Feyler wärmstens empfehlen. Ein Einkauf online und vor allem auch vor Ort in der Rosengasse in Konditorei und Café lohnt sich.


ALLES GUT

Zum Schluss: Danke an die Landlust: „Bilderbuchland“ nennt sie eine ausführliche Geschichte über das Coburger Land. Mit vielen Bildern, die Lust machen auf einen Besuch in der Region. Herzlich willkommen.