Schulen für die Zukunft

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WER MENSCHEN GUT AUSBILDEN UND SIE DANACH AUCH IN DER REGION HALTEN MÖCHTE, MUSS INVESTIEREN

Der Landkreis hat seine beiden größten Baumaßnahmen gerade in Bad Staffelstein und in Lichtenfels. Das Meranier-Gymnasium und die Viktor-von-Scheffel-Realschule sollen für die Zukunft gut aufgestellt sein.

Der Landkreis Lichtenfels investiert weiter in seine Schulen. „Die Kinder sind unsere Zukunft“, sagte Landrat Christian Meißner. „Sie brauchen die besten Bedingungen für eine gute Ausbildung.“ Das derzeit größte Einzelbauvorhaben ist der Ersatzneubau für die Realschule in Bad Staffelstein. Auch in Lichtenfels investiert der Landkreis. Das Meranier-Gymnasium bekommt einen Erweiterungsbau, der nach der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) notwendig wurde.

Landrat Christian Meißner und Peter Spielvogel vom Kreisbauamt.

Peter Gerhardt ist Schulleiter in Bad Staffelstein. Er steht in dem Rohbau, in dem gerade Gussasphalt in Holzeimern hereingetragen wird. „Wir freuen uns alle riesig auf diesen Neubau. Schülerinnen und Schüler, das Kollegium und ich natürlich auch“, so Gerhardt. Über 30 Millionen Euro gibt der Landkreis aus, um der Realschule neue Räume zu bauen. Das war notwendig geworden, weil der bestehende Schulbau in großen Teilen mit Asbest verseucht war. Ein Teil des ältesten Abschnitts bleibt stehen. „Damals hat man noch nicht mit Asbest gebaut“, so Gerhardt. Auch die Aula und der neueste Querbau bleiben stehen. Doch das Gros der Räume muss abgerissen werden. Das zieht sich noch bis ins Jahr 2029.

Der nächste große Schritt ist der Umzug von elf Klassen, den Fachräumen und der Schulverwaltung. Normalerweise bieten sich dafür die Ferien an. „Weihnachten 2026 schaffen wir nicht mehr ganz – ich hoffe, dass wir in den Faschingsferien 2027 umziehen können“, sagt Gerhardt.

Wer zum neuen Eingang in das Gebäude kommt, steht gleich am neuen Musiksaal und dem danebenliegenden Mehrzweckraum. Gerhardt läuft mit großen Schritten durch die neuen Räume. „Die beiden Räume können zu einem verbunden werden – für Veranstaltungen nicht nur der Musik wird das ein wunderbarer Platz.“

Derweil hängen noch Kabel von der Decke, in seinem Büro fehlt noch der Boden, aber auch hier schauen schon Netzwerkkabel aus Fußbodentanks. Als Teilersatzneubau werden in dem Gebäude vor allem die Räume Platz haben, die es vorher auch schon gab: Bio-, Chemie- oder Physikräume zum Beispiel. „Wir werden neu ein Erste-Hilfe-Zimmer bekommen und einen Raum für die Besprechung mit Eltern. Das fehlte bislang ganz“, so Gerhardt.

Schulleiter Peter Gerhardt.

Die Container neben der Schule werden auch noch nach dem Umzug in den Neubau stehen bleiben. „Wir brauchen sie, bis auch der zweite Bauabschnitt fertig ist“, sagt Gerhardt. Er rechnet damit bis 2029. Nachdem der Landkreis die Container gekauft hat, werden sie danach zur nächsten Baustelle als Ausweichquartier weiterziehen.

Fast zeitgleich hebt ein großer Autokran die Module am Meranier-Gymnasium in Position. Hier entstehen sechs neue Klassenzimmer, ein Mehrzweckraum, ein Besprechungsraum, ein Textilarbeitsraum sowie Platz für die offene Ganztagsschule. „Wir können damit gleichzeitig den Altbau barrierefrei anschließen“, freut sich Landrat Christian Meißner. Die Erweiterung kostet den Landkreis fast sechs Millionen Euro. Durch die Vorfertigung der Module konnte sowohl die Belastung für den Schulbetrieb als auch die Bauzeit kleingehalten werden. Bereits zum kommenden Schuljahr im September sollen die neuen Räume bezogen und benutzt werden.

„Wir platzen gerade aus allen Nähten“, sagt Schulleiter Thomas Carl. Die gute Nachricht sei, dass der Zeitplan eingehalten werde. „So können wir im kommenden Schuljahr wieder ins Lehrer-Raum-Prinzip zurückkehren.“ Auch die Ausstattung sei digital und einfach „bestens“.

Ein P-Seminar hat in diesem Jahr ein Konzept für den Außenbereich erarbeitet und dieses Landrat Christian Meißner im Mai vorgestellt. „Wir geben eine Laufbahn auf, um Platz dafür zu bekommen. Das sind tolle Ideen, die da entstanden sind“, so Carl.

„Die öffentlichen Haushalte sind unter Druck – und werden es auch bleiben“, sagt Landrat Christian Meißner. Der Kreistag müsse sich genau überlegen, wofür er Geld ausgebe. „Für mich ist klar: Schulen und Bildung sind eine Investition in die Zukunft, für die wir Geld in die Hand nehmen müssen“, so Meißner. Nach großen Investitionen in Burgkunstadt werde nach den gerade laufenden Baumaßnahmen danach die Berufsschule im Fokus stehen. „Bildung ist eine kontinuierliche Aufgabe, die niemals endet. Dazu stehe ich und dazu steht auch der Lichtenfelser Kreistag“, so der Landrat.