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Alltagsbetreuer24

Wenn ein Angehöriger plötzlich auf Hilfe angewiesen ist, stehen Familien oft vor einer der schwierigsten Entscheidungen ihres Lebens. Wer soll einen geliebten Menschen betreuen? Kann man einer fremden Person vertrauen? Und woran erkennt man einen seriösen Anbieter? Im Gespräch erklärt Anna Rapp, die Gründerin von Alltagsbetreuer-24, warum sie auf Vertrauen und persönliche Beratung setzt.

BAMBERGER: Was war Ihr persönlicher Antrieb, Alltagsbetreuer-24 ins Leben zu rufen?

ANNA RAPP: Ich habe viele Jahre für einen Franchisegeber gearbeitet und dabei zahlreiche Familien begleitet. Dafür bin ich bis heute dankbar, denn ich konnte wertvolle Erfahrungen sammeln. Irgendwann entstand jedoch der Wunsch, freier und persönlicher arbeiten zu können. Heute bin ich unabhängig und stehe in direktem Kontakt mit meinen polnischen Partneragenturen. So kann ich schneller reagieren, individuelle Lösungen finden und muss keine starren Vorgaben einer Zentrale berücksichtigen. Genau diese Flexibilität war der Grund für die Gründung von Alltagsbetreuer-24.

BAMBERGER: Der Markt für 24-Stunden-Betreuung ist groß. Was machen Sie anders als andere Vermittler?

ANNA RAPP: Mir geht es nicht darum, möglichst viele Verträge abzuschließen. Entscheidend ist, dass eine Betreuung dauerhaft funktioniert und alle Beteiligten zufrieden sind. Ich nehme mir Zeit für jede Familie, höre genau zu und berate ehrlich. Wenn Wünsche nicht realistisch sind oder eine Betreuung schwierig werden könnte, spreche ich das offen an. Ich verspreche nichts, was ich nicht halten kann. Während der gesamten Betreuungszeit bleibe ich persönliche Ansprechpartnerin und suche gemeinsam mit den Familien und Partneragenturen nach Lösungen. Qualität ist für mich wichtiger als Quantität.

BAMBERGER: Das Thema Rechtssicherheit verunsichert viele Familien. Wie gewährleisten Sie eine legale Betreuung?

ANNA RAPP: Ich arbeite ausschließlich mit seriösen polnischen Partneragenturen zusammen, die nach dem EU-Entsendegesetz arbeiten. Die Betreuungskräfte sind in Polen sozialversichert und verfügen über alle notwendigen Unterlagen, etwa die A1-Bescheinigung. Für die Familien ist das eine transparente und rechtssichere Lösung.

BAMBERGER: Wie stellen Sie sicher, dass die Betreuungskräfte wirklich geeignet sind?

ANNA RAPP: Natürlich achte ich auf Erfahrung, Deutschkenntnisse und die Empfehlungen der Partneragenturen. Trotzdem wäre es unseriös zu behaupten, dass jede Betreuungskraft sofort perfekt zu jeder Familie passt. Ob die Chemie stimmt, zeigt sich erst im Alltag. Manchmal braucht es etwas Geduld oder einen Wechsel, bis die richtige Betreuungskraft gefunden ist. Ist das gelungen, entstehen oft Betreuungsverhältnisse, die viele Jahre bestehen.

BAMBERGER: Viele Familien vergleichen vor allem die Preise. Welche Rolle spielt der Preis?

ANNA RAPP: Natürlich muss eine 24-Stunden-Betreuung bezahlbar sein. Gleichzeitig sollte auch die Betreuungskraft fair bezahlt werden. Sehr hohe oder auffallend niedrige Preise sehe ich kritisch. Mein Ziel ist ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis, von dem beide Seiten profitieren. Betreuungskräfte, die sich wertgeschätzt fühlen, arbeiten motivierter und bleiben häufig länger in den Familien. Da ich direkt mit meinen polnischen Partneragenturen zusammenarbeite, können wir gemeinsam Lösungen finden, die sowohl für die Familien als auch für die Betreuungskräfte fair sind.

BAMBERGER: Welche Ängste haben Angehörige vor dem Start am häufigsten?

ANNA RAPP: Die größte Sorge ist, eine fremde Person ins eigene Zuhause zu lassen. Viele fragen sich, ob die Betreuungskraft menschlich zur Familie passt. Diese Unsicherheit ist völlig normal. Beide Seiten müssen sich erst kennenlernen und Vertrauen aufbauen. Auch die Betreuungskräfte sind häufig aufgeregt. Wichtig ist, der neuen Situation eine Chance zu geben. Sollte es trotzdem nicht harmonieren, begleite ich die Familien weiter und wir finden gemeinsam eine Lösung. Ein Wechsel ist nichts Ungewöhnliches.

BAMBERGER: Was ist Ihnen persönlich bei Ihrer Arbeit am wichtigsten?

ANNA RAPP: Ehrlichkeit und persönlicher Austausch. Ich telefoniere lieber einmal mehr mit einer Familie oder einer Partneragentur, als dass Probleme zu spät erkannt werden. Wenn ich merke, dass eine Betreuung besonders anspruchsvoll wird, spreche ich das von Anfang an offen an. Nur so lassen sich tragfähige Lösungen finden.

24-Stunden-Betreuung im eigenen Zuhause

BAMBERGER: Wie läuft der erste Schritt für eine Familie ab?

ANNA RAPP: Mir ist wichtig, dass sich Familien in Ruhe informieren können. Deshalb komme ich zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch nach Hause. Wir sprechen ausführlich über die Pflegesituation, die Wünsche der Familie und den tatsächlichen Unterstützungsbedarf. Erst wenn alle Fragen geklärt sind und sich die Familie sicher fühlt, entscheiden wir gemeinsam über die nächsten Schritte.

BAMBERGER: Was möchten Sie betroffenen Familien mit auf den Weg geben?

ANNA RAPP: Bleiben Sie offen und geben Sie der Betreuung Zeit. Es muss nicht vom ersten Tag an alles perfekt sein. Menschen müssen sich kennenlernen. Wenn die erste Betreuungskraft nicht die richtige ist, bedeutet das nicht, dass das Konzept nicht funktioniert. Oft findet sich die passende Lösung erst beim zweiten Anlauf. Ich begleite die Familien auch dann weiter, wenn einmal etwas nicht wie geplant läuft. Mir geht es nicht nur um die Vermittlung einer Betreuungskraft, sondern darum, dass sich alle Beteiligten langfristig gut aufgehoben fühlen.


Kontakt

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Anna Rapp
Im Frauengrund 2
96106 Ebern

Telefon: 09531 948 803 6
Mobil: 0151 465 291 15
E-Mail: info@alltagsbetreuer-24.de
Web: www.alltagsbetreuer-24.de

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