Best Practice: Future Systems

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Spannungsgeladenes Startup

Bis 2019 war Future Systems eine Abteilung des Unternehmens Wöhner in Rödental. Dann wurde der Platz knapp – und die Aufgaben spezieller. Also ging man seinen eigenen Weg. „Wir wurden ausgegründet, um zu wachsen“, erinnert sich Sebastian Stoll, verantwortlich für Product Management und Sales. „Deshalb haben wir unseren eigenen Freiraum bekommen – aber bleiben trotzdem nah am Stammwerk.“

Heute entwickelt Future Systems eigenständig Hardware- und Softwarelösungen für elektronische Produkte. „Aus der Kombination von Hardware und Software entstehen intelligente, vernetzte Produkte – unterm Strich Produkte der Zukunft“, beschreibt Stoll den Kern der Arbeit. Ob industrielle Steuerungen, komplexe Elektronikbaugruppen oder hochspezialisierte Anwendungen: Das Unternehmen versteht sich als Problemlöser für anspruchsvolle technische Herausforderungen. Das Team ist seit der Gründung stark gewachsen. „Wir haben mit vier Mitarbeitern angefangen, heute sind wir 16“, so Stoll. Jung, dynamisch und schlagkräftig sei die Mannschaft – und technisch äußerst breit aufgestellt. „Wir fühlen uns mit allem wohl, was mit Strom und Spannung zu tun hat – von Nanoampere und Mikrovolt bis hin zu mehreren 100.000 Ampere oder 10.000 Volt.“

Besonders zuhause ist Future Systems in der Leistungselektronik, also überall dort, wo industrielle Produkte mit großen Spannungs- und Strombereichen zuverlässig funktionieren müssen. Das Geschäftsmodell ruht auf zwei Säulen: Einerseits ist Future Systems weiterhin eng mit Wöhner verbunden und treibt dort die Digitalisierung und Elektronifizierung des Produktportfolios voran. Andererseits agiert das Unternehmen als eigenständiger Entwicklungsdienstleister für externe Kunden. „Wir arbeiten für Mittelständler, Hidden Champions in Deutschland und Österreich, teilweise auch für größere Konzerne und Kunden in den USA“, erläutert Stoll.

Oft tritt Future Systems als flexible Ergänzung bestehender Entwicklungsabteilungen auf. „Wenn Kapazitäten knapp sind, können wir schnell und agil eingreifen“, sagt Stoll. Manchmal gehe es darum, in wenigen Wochen einen Prototypen zu liefern, um wichtige Meilensteine zu halten. Besonders reizvoll seien Projekte, die als kaum lösbar gelten: „Wenn der Kunde sagt, es geht nicht – dann macht es richtig Spaß. Wir kommen als frischer Wind und zeigen, dass es doch geht.“

Für die Zukunft hat das Unternehmen klare Ziele. Wachstum ja – aber mit Augenmaß. „Wir wollen organisch wachsen und uns vor allem im DACH-Raum weiter etablieren“, so Stoll. Der Anspruch: eine feste Größe in der Elektronikentwicklung der Region werden – mit konsequentem Fokus auf Qualität, Exzellenz und spannenden technischen Lösungen.

Ein wichtiger Faktor dafür ist der Standort in der Digitalen Manufaktur in Rödental, in die Future Systems 2021 eingezogen ist. „Hier können wir abseits vom Tagesgeschäft unser eigenes Ding entwickeln“, betont Stoll. Gleichzeitig profitiere man stark vom Netzwerk vor Ort: vom Austausch mit anderen Unternehmen, von Veranstaltungen und neuen Impulsen. „Das Zentrum hier ist super – wir fühlen uns sehr wohl.“

Diese Entwicklung wird auch von Florian Hanf, Geschäftsführer der Zukunft.Coburg.Digital GmbH, aufmerksam begleitet. „Future Systems ist Mieter der ersten Stunde. Man kennt sie hier wie seine eigene Westentasche“, sagt er. In den vergangenen fünf Jahren habe sich das Unternehmen hervorragend entwickelt – bei Mitarbeiterzahl, Umsätzen und Büroflächen. „Sie sind ein Paradebeispiel dafür, wie Gründung funktionieren kann.“

Auch beim Gründerzentrum Zukunft.Coburg.Digital stehen im Jahr 2026 wieder zahlreiche Angebote auf dem Programm. Neben bewährten Formaten wie dem Hackathon oder dem Pitchwettbewerb „Pitch and Beer“ stehen dieses Jahr zahlreiche neue Angebote, etwa der „AI Breakfast Club“, das Revival des „Gründersalons“ sowie eine Vielzahl an Weiterbildungsangeboten für Unternehmen auf dem Programm. „Wir haben dieses Jahr viel vor“, so Hanf.

Für Future Systems bedeutet das: beste Voraussetzungen, um weiter zu wachsen – und von Rödental aus auch künftig innovative elektronische Lösungen für die Industrie von morgen zu entwickeln.

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