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<item><title>Auf ein Wort: mit Johannes Maciejonczyk</title><link>https://www.das-magazin.de/auf-ein-wort-mit-johannes-maciejonczyk/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=auf-ein-wort-mit-johannes-maciejonczyk</link>
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<pubDate>Fri, 23 Oct 2026 13:34:00 +0000</pubDate>
<category><![CDATA[Bamberger]]></category>
<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Johannes Maciejonczyk<br
/>
Landrat des Landkreises Bamberg</em></p><h1>Bassd zamm!</h1><p>„Vorsprung durch Technik“ oder „Nichts ist unmöglich“ verbinden viele von uns mit Automarken, „Quadratisch. Praktisch. Gut.“ und „Ich liebe es.“ mit Genuss- und Lebensmitteln. Echte Volltreffer der Marketingregel Nummer Eins: Gib dem Kind einen Namen!</p><p>Nun steht ein gut-bürgerlich-fränkisch-zurückhaltendes „Bassd zamm“ für unser neues Landkreisbier „36/1 Kreisla“, erstmals gereift in einer Brauerei aus dem Landkreis und einer aus der Stadt Bamberg. Wir Franken sparen schließlich mit Superlativen. Wir sind demütiger: „Bassd scho“ ist für uns der Ritterschlag unter den Komplimenten.</p><p>„Bassd zamm“ kann in der uns eigenen Bescheidenheit allerdings ein Gefühl wieder oder neu prägen: ein Gemeinschaftsgefühl von Stadt und Landkreis Bamberg: Der gemeinsame Gottesdienst zu Beginn der Wahlperiode und die Kooperation beim neuen Gerstensaft mögen bisher „nur“ Symbolcharakter gehabt haben.</p><p>Bei dem Pilotprojekt „Resiliente Region Bamberg“ wird es nun schon konkreter: Stadt und Landkreis werden mit externer Hilfe unsere Region bestmöglich auf außergewöhnliche Krisenlagen vorbereiten. Und die neue integrierte Rettungsleitstelle Bamberg-Forchheim ist ein schönes Beispiel dafür, dass es schon ein stabiles Fundament für erfolgreiche Partnerschaften gibt.</p><p>Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und ich sind überzeugt: gemeinsam geht’s besser. Wir beide gehen unsere neuen Aufgaben in dem Wissen an, dass wir durch Zweckverbände und Gremien auch jeweils gemeinsam Verantwortung für den jeweils anderen Teil von Stadt und Land, nämlich für die gesamte Region tragen.</p><p>Ob Sicherheit, Wirtschaft, Bildung oder Gesundheitswesen: Ich bin mir sicher, dass an derlei Diskussionen unser gemeinsamer Gesprächsfaden deutlich wachsen wird. Als Zielbild schwebt mir eine „störungsfreie Glasfaserverbindung“ zwischen Stadt und Landkreis vor. Der fränkisch-demütige Begriff dafür muss allerdings noch gefunden werden. – Ich bin guter Dinge! – „Werd scho!“</p><p>The post <a
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<item><title>Buchempfehlung: Annika Büsing – Magisch</title><link>https://www.das-magazin.de/buchempfehlung-annika-buesing-magisch/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=buchempfehlung-annika-buesing-magisch</link>
<dc:creator><![CDATA[cobmaadmin]]></dc:creator>
<pubDate>Fri, 23 Oct 2026 13:01:14 +0000</pubDate>
<category><![CDATA[Bamberger]]></category>
<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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<content:encoded><![CDATA[<p><em>Anzeige</em></p><p><em><strong>von Ulrike Weinberger von der Buchhandlung Osiander in Bamberg</strong></em></p><p><strong>Was tun, wenn man bei den Eltern wohnt, eine Pension für Hunde aufgebaut hat und dann auf den Jugendfreund trifft, der ebenfalls in das Heimatdorf zurückkehrt?</strong></p><p>Büsing hat mit Magisch und Marie zwei Figuren erfunden, die einen angenehm aufregenden Roman mit geglückter Liebe tragen. Gleichzeitig werden die gravierenden politischen Probleme unserer Zeit diskutiert, wobei die Erzählerin in rasantem, sehr komischem Ton feste Denkmuster und Zuschreibungen hinterfragt.</p><p>Der Stil ist flapsig, die knappen Beschreibungen sitzen, die Dialoge haben Tempo. Maximal unsentimental könnte man „Magisch“ als einen der schönsten Liebesromane bezeichnen, die man seit Langem gelesen hat. Und doch ist „Magisch“ so viel mehr. Denn während Magisch und Marie in jungen Jahren die Punks im Ort waren, war und ist der Bruder von Marie der Nazi in der Familie. Was macht das mit dieser Familie, insbesondere mit Marie? Wie kann man damit umgehen? Ganz aktuelle Fragen, die sicher nicht nur Marie und Paul Magisch beschäftigen. Annika Büsing kann vieles, aber ihre absolute Superpower sind Dialoge. Die Worte fliegen zwischen Marie und Paul, Marie und Andi, ihrem Bruder, immer knapp, treffend, auf den Punkt. Da kann man sich einiges abschauen für den Umgang miteinander, mit Andersdenkenden, mit Gleichgesinnten. Absolute Leseempfehlung!</p><h2>Inhaltsangabe „Magisch“</h2><p>Magisch ist zurück. Natürlich in dem Haus hinter dem Kullerbsenwall, natürlich mit einem Job, der nicht ganz legal ist, natürlich mitten in der flirrenden Hitze des Spätsommers. Und alles fühlt sich an wie in ihren besten Zeiten, als Marie und Magisch erst enge Freunde und dann die erste Liebe wurden. Mehr als fünfzehn Jahre sind vergangen, und jetzt sitzen sie unten am Feldweg bei der Pferdekoppel im Schatten der Büsche und trinken Fanta-Korn als wäre nie etwas gewesen. Doch Andi, Maries Bruder, ist auch noch da, war tatsächlich nie weg, ist mittlerweile in der Partei, und noch immer gefährlich. Als Magisch bedroht wird, ist für Marie der Zeitpunkt gekommen, die Frage nach der Brandmauer in der eigenen Familie neu zu stellen.</p><h2>Annika Büsing</h2><p>Annika Büsing (*1981) lebt mit ihrer Familie in Bochum und unterrichtet an einem Gymnasium. 2022 gewann sie mit ihrem gefeierten Debüt „Nordstadt“ den Deutschen Jugendliteraturpreis, den Literaturpreis Ruhr und den Mara-Cassens-Preis. Nominiert war sie außerdem für den Bayerischen Buchpreis, den Bloggerpreis Das Debüt und den Debütpreis des Harbour Front Literaturfestivals. Mit „Koller“ schaffte sie es auf die Listen des Evangelischen Buchpreises und des Preis Das zweite Buch. Beide Romane wurden fürs Theater adaptiert. Ihr dritter Roman „Wir kommen zurecht“ erschien im Frühjahr 2025 bei Steidl.</p><p>The post <a
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</item>
<item><title>Der Monaco Franke #77</title><link>https://www.das-magazin.de/der-monaco-franke-77/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-monaco-franke-77</link>
<dc:creator><![CDATA[cobmaadmin]]></dc:creator>
<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 12:30:12 +0000</pubDate>
<category><![CDATA[Bamberger]]></category>
<category><![CDATA[Coburger]]></category>
<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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<content:encoded><![CDATA[<h1>Monaco: Wandel</h1><p><strong>Man hört ja dieser Tage überall: „Die Welt ist im Wandel“. „Ja, und?“, fragt da der Monaco. Früher war die Welt auch schon im Wandel, aber das hieß dann „Industrialisierung“, „Globalisierung“ oder „Digitalisierung“. Ersteres klingt noch nach staubig-muffigem Geschichtsunterricht. Die neuesten Meldungen hören sich eher nach Science Fiction an. Führende KI-Experten warnen, dass die Künstliche Intelligenz die Menschheit in zehn Jahren auslöschen könnte. Wos? Des glabb iech ned! Oder maanst, die KI findet mich in mei’m Wirtshaus?</strong></p><p>Bei solchen Meldungen muss sich der Monaco erstmal hinsetzen und nachdenken. Zehn Jahre. Früher hat man in zehn Jahren das Gymnasium mit einer Ehrenrunde absolviert, ein Haus gebaut, den Glubb einmal aufsteigen und wieder absteigen sehen und Markus Söder hat in dieser Zeit dreimal seine Meinung geändert. Der frühere Bäume-Umarmer, der einst von Bayern als „Klimaschutzvorreiter“ sprach, zehn Jahre später aber den Verbrenner propagiert, als hätte der irgendeine Zukunft (klaaner Spoiler: Hat er ned!) und der plötzlich wieder über die Wiederbelebung von längst abgeschalteten Kernkraftwerken schwadroniert, obwohl er nach Fukushima noch auf einen schnellen Atomausstieg drängte.</p><p>Heute soll nun in derselben Zeit ein Computer die Weltherrschaft übernehmen. Wobei man sich ja fragt: Ausgerechnet Computer? Dieselben Geräte, die einen regelmäßig auffordern, drei Zebrastreifen anzuklicken, um zu beweisen, dass man kein Roboter ist? Die Welt soll ernsthaft von einer Intelligenz übernommen werden, die den Drucker immer noch nicht mit dem WLAN verbinden kann, ohne dass der Mensch, der etwas ausdrucken möchte, komplett durchdreht und die Nerven verliert? Amoll im Ernst: Do fällt’s fei schwer, in Baanigg zu verfallen!</p><p>Andererseits sollte man die Entwicklung nicht unterschätzen. Die KI schreibt inzwischen Gedichte, komponiert Musik, malt Bilder, manipuliert Fotos und schreibt innerhalb weniger Sekunden Seminar- und – wer weiß – vielleicht auch schon ganze Doktorarbeiten. Schüler und Studenten nutzen sie zur Prüfungsvorbereitung. Ob das was taugt, was dabei rauskommt? Noch bleibt da ein kleines Risiko, aber die Rechner und KI-Agenten werden jeden Tag schlauer.</p><p>Um das herauszufinden, wäre in Franken vermutlich der ultimative Test, ob die KI auch einen ordentlichen Erpflsalood machen kann. Wobei die Gefahr weniger von der künstlichen Intelligenz ausgeht als von der Diskussion darüber, ob da aa Schbägg neig’hört und ob er mit Essig oder Mayonnaise ang‘macht wird.</p><p>Und während weltweit über die Zukunft der Menschheit diskutiert wird, fragt man sich zwischen Coburg und Lichtenfels: „Wo kummd des etad so plötzlich eigentlich her?“ Der Franke begegnet technologischen Revolutionen traditionell mit einer gesunden Mischung aus Skepsis, Neugier und der ewigen Frage, wozu das alles nütze sein soll. Als das Internet kam, fragte er: „Und für des brauch ich jetzad a Modem?“ Als das Smartphone kam: „I hob doch a Telefon.“ Und als die KI kam: „Ja, und woaß die aa, wie ma an Kren richtig reibt?“</p><p>Dabei könnte ausgerechnet Franken die Zukunft ganz entspannt sehen. Die Künstliche Intelligenz wird vermutlich Milliarden Dokumente auswerten können, Quantencomputer steuern und selbständig wissenschaftliche Probleme lösen. Aber sobald sie versucht, zwischen Bayern, Franken und Altbayern zu vermitteln, dürfte selbst ihr Rechenzentrum überhitzen. Man stelle sich nur vor, ein Sprachmodell wird gefragt, ob Franken zu Bayern gehört. Hier der Dialog:</p><p>KI: „Historisch betrachtet schon mal nicht.“<br
/>
Der Franke: „Ehm. Und emotional?”<br
/>
Serverabsturz.</p><p>Vielleicht ist das überhaupt die Rettung der Menschheit. Die Maschinen werden eines Tages alles wissen. Sie werden alle Bücher gelesen, alle Daten analysiert und jede Information der Welt verarbeitet haben. Und dann sitzen sie irgendwann an einem Stammtisch in Scheßlitz oder Bischberg und hören zwei ältere Herren darüber diskutieren, wo es das beste Schäuferla gibt. Nach fünf Minuten melden die Systeme Überlastung. Nach zehn Minuten beantragt die Superintelligenz Essenspause. Weitere fünf Minuten später: Selbstabschaltung. Finito!</p><p>Die Welt ist also tatsächlich im Wandel. Vielleicht schneller als jemals zuvor. Aber der Monaco ahnt: Solange sich Menschen über Fußball, Dialekte, Bierpreise und die Frage streiten, wo Bayern aufhört und Franken anfängt, wird die Herrschaft der Maschinen noch ein wenig warten müssen. Denn gegen künstliche Intelligenz mag die Menschheit machtlos sein. Gegen natürliche Sturheit hingegen ist bislang noch keine Technologie erfunden worden. Und des, denkt sich der Monaco, ist doch irgendwie beruhigend.</p><p>Schätzla, schau wie iech schau!</p><p>&nbsp;</p><p>The post <a
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<item><title>Auf ein Wort #1</title><link>https://www.das-magazin.de/auf-ein-wort-1-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=auf-ein-wort-1-2</link>
<dc:creator><![CDATA[cobmaadmin]]></dc:creator>
<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 07:10:33 +0000</pubDate>
<category><![CDATA[Bamberger]]></category>
<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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<content:encoded><![CDATA[<h2>Auf (K)ein Wort</h2><p><strong>Früher gab es den Stammtisch. Heute gibt es die Kommentarspalte. Wobei der Stammtisch einen entscheidenden Vorteil hatte: Wer Unsinn redete, konnte damit rechnen, dass ihm sofort jemand widersprach. Nicht anonym. Nicht unter einem Fantasienamen mit einem Katzenbildchen als Profilfoto. Sondern von Angesicht zu Angesicht. Man stritt. Und man versöhnte sich.</strong></p><p>Heute ist der Stammtisch unendlich groß geworden. Millionen Menschen treffen sich dort – allerdings, ohne sich jemals begegnen zu müssen. Das verändert vieles. Der Bildschirm macht aus Nachbarn Fremde und aus Fremden Gegner. Die Hemmschwelle sinkt mit jeder getippten Zeile. Aus einem Satz wird ein Vorwurf. Aus Kritik eine Beleidigung. Aus einer Meinungsverschiedenheit eine Hasstirade.</p><p>Dabei beginnt das Drama oft erstaunlich harmlos. Die Stadt veröffentlicht ein Foto vom neu gestalteten Spielplatz. Früher hätte man vielleicht gesagt: &#8222;Schön geworden.&#8220; Oder: &#8222;Schade, dass die Schaukel fehlt.&#8220; Heute dauert es keine fünf Minuten, bis jemand erklärt, warum der Bürgermeister unfähig ist, die Verwaltung korrupt, die Steuern zu hoch und überhaupt alles ein Skandal sei.</p><p>Leben wir tatsächlich in einer Gesellschaft, die verlernt hat zu diskutieren und zu streiten? Oder haben einige von uns einfach vergessen, dass diese Beschimpfungen Menschen zutiefst verletzen können. Genau das geschieht. Wir sehen keine Gesichter mehr. Nur Nutzernamen. Keine Mimik. Keine Unsicherheit. Kein verletztes Schweigen. Wer seinem Gegenüber nicht in die Augen sehen muss, verliert erstaunlich schnell jeden Respekt.</p><p>Dass die Stadt Bamberg Mitte Juli ihre Kommentarfunktion in den sozialen Medien abgeschaltet hat, ist deshalb keine Kapitulation. Es ist ein Hilferuf. Wenn Behörden ihre Mitarbeitenden vor Bürgern schützen müssen, hat nicht die Demokratie versagt. Dann hat ein Teil unserer Kommunikationskultur kompletten Schiffbruch erlitten.</p><p>Natürlich wäre es schön, wenn künstliche Intelligenz jede Beleidigung erkennen, jeder Algorithmus Hass zuverlässig aussortieren und jede Plattform konsequent moderieren könnte. Aber selbst die beste Software wird niemals echten Anstand programmieren können. Anstand entsteht nämlich nicht in Serverzentren. Er entsteht am Esstisch. Im Elternhaus. Im Sportverein. In der Schule. Dort lernen Kinder – oder eben nicht –, dass man widersprechen kann, darf und sollte. Aber ohne zu verletzen. Dass Lautstärke niemals Argumente ersetzt. Und dass Respekt nichts kostet, aber unbezahlbar ist.</p><p>Vielleicht brauchen wir deshalb gar keine neuen Gesetze. Vielleicht brauchen wir nur eine alte Tugend zurück. Den Mut, vor dem Absenden eines Kommentars kurz innezuhalten. Nicht lange. Nur so lange, bis man sich eine einzige Frage beantwortet hat: Würde ich diesen Satz auch sagen, wenn mein Gegenüber gerade vor mir stünde? Wer ehrlich antwortet, wird vermutlich überraschend viele Kommentare niemals abschicken. Und das wäre kein Verlust. Es wäre ein Anfang.</p><p>The post <a
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</item>
<item><title>Monaco Franke #76</title><link>https://www.das-magazin.de/monaco-franke-76/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=monaco-franke-76</link>
<dc:creator><![CDATA[cobmaadmin]]></dc:creator>
<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 08:45:15 +0000</pubDate>
<category><![CDATA[Bamberger]]></category>
<category><![CDATA[Coburger]]></category>
<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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isPermaLink="false">https://www.das-magazin.de/?p=22316</guid><description><![CDATA[<p>Sommer dahamm „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?!“ Jahrelang haben wir uns diese Frage gestellt und den Refrain vom guten alten Rudi Carrell vor uns hingeträllert, wenn‘s im Juli wieder tagelang geregnet hat oder wir das Gartenfest im August wegen 15 Grad Außentemperatur nach innen verlegen mussten. Heuer ist es nun endlich mal anders, und...</p><div
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<content:encoded><![CDATA[<article><h2>Sommer dahamm</h2><p><strong>„Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?!“ Jahrelang haben wir uns diese Frage gestellt und den Refrain vom guten alten Rudi Carrell vor uns hingeträllert, wenn‘s im Juli wieder tagelang geregnet hat oder wir das Gartenfest im August wegen 15 Grad Außentemperatur nach innen verlegen mussten. Heuer ist es nun endlich mal anders, und doch stöhnen alle: „Wedder, die Hitz‘ is so brudaal, da kannst fei goar nimmer nausgeh‘! Also iech lass die Rollos runter und bleib dahaam!“</strong></p><p>Daheimbleiben findet der Monaco gar keine schlechte Idee. Jahrzehntelang wollten wir immer nur weg. Nach Mallorca, an die Adria oder nach Kroatien. Hauptsache Sonne. Jetzt haben wir zuhause Sonne. Und ein „All-inclusive-Paket“ gleich mit dabei! Mit einer Luftfeuchtigkeit, die uns dreimal täglich duschen und mindestens genauso häufig das T-Shirt wechseln lässt. Mit einer unbändigen Sehnsucht nach klimatisierten Räumen und mit der Erkenntnis, dass die Eisdiele um die Ecke die gleiche Anziehungskraft auf uns ausübt wie Grönland auf Donald Trump.</p><p>Nein, wir brauchen keine Fernreisen mehr, wir brauchen Fernbedienungen. Für die Raumklimageräte, die uns schnelle Abkühlung dank „Turbocool-Luftstrom“ versprechen, und für die Ventilatoren. Einen für jedes Zimmer und einen für die Balkonpflanzen, denen man nicht mehr nur gut zuredet, sondern dazu zärtlich anbläst, damit sie länger durchhalten und sich nicht hängen lassen. Quasi Viagra für die Pflänzla!</p><p>Die bisher höchste je gemessene Temperatur in Oberfranken liegt bei knapp unter 39 Grad Celsius, gemessen im Juli 2023. Bei der jüngsten historischen Rekord-Hitzewelle im Juni sprang das Thermometer fast genauso hoch; auf über 38 Grad. Da stellt sich dann schon die Frage: Warum überhaupt noch in die Türkei, nach Italien oder Spanien reisen? Sehen wir es doch mal so: Im August hat die Adria gefühlt Badewannentemperatur. Groß abkühlen ist da nicht. Do kann iech aa in unseren Dorfweiher springa und mich mit’m Gartenschlauch abspritzen. Und verzichten muss man auch bei einem Heimaturlaub auf nichts – auch nicht aufs Wellnessprogramm. Dazu gehört, morgens um sechs durchzulüften und stündlich die aktuelle Staffel des Wetterberichts zu verfolgen wie eine Netflix-Serie. „Und morgen dann, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, 39 Grad. Lokal 40.“ Lokal? Saach amoll, wo is’n dieses Lokal, und ham die aa Schaddenblädz?</p><p>Vielleicht gibt`s dort ja auch ein Eis und man kann den „Eisheiligen“ frönen, auch wenn sie hierzulande anders heißen als in mediterranen Gefilden: Langnese, Schöller und Mövenpick! Alternative: Erfrischungsstäbla essen! Überhaupt das Essen: Im Süden quält man sich mit Meeresfrüchten ab, deren anatomischer Aufbau mindestens ein Bachelor-Studium der Biologie erfordert, nur um am Ende festzustellen, dass man hauptsächlich Panzer und Fühler auf dem Teller hat. Und manchmal sogar Augen. Wenn die Gunga oder die Fraa dann soochd, „des konn ich ned essen, wenn mich des so o’schaut“, spätestens dann wünscht man sich die bewährte fränkische Brotzeit zurück. Gut, eine Bratwurst bei 38 Grad im Schatten erfordert eine gewisse Konstitution und ein robustes Herz-Kreislauf-System. Aber dafür weiß man, was man hat und die Verdauung läuft unter diesen Bedingungen ohnehin im Standby-Modus.</p><p>Der Freizeitwert ist sowieso enorm. Selbst bei Affenhitze. Die vielen Freibäder – so sie die Kommunen noch bezahlen können – laden ein zum Tête-à-tête auf der Liegewiese. Fast so eng an eng wie am Strand von Rimini, bloß dass alle a bisserla blasser aussehen. Hat sich aber nach eineinhalb Stunden in der prallen Sonne mit Lichtschutzfaktor 4-Sonnenmilch schnell erledigt! Oder man geht wandern. Am besten durch die fränkischen Wälder, die viel Schatten spenden oder noch besser auf einem der vielen Bierwanderwege in der Fränkischen Schweiz. Hier besteht auch keine Gefahr, dass man austrocknet! Einfach immer den Bierkrüüchla an den Baumstämmen folgen! Außerdem ist Bier bekanntlich eh viel verträglicher als des saure G‘söff, das man uns im Urlaub gern als Mords-Fetzn-Spezialität aufschwatzt. Sangria, Retsina, Valpolicella – naa, geh fei weiter mit dem Zeich!</p><p>Am Ende ist der Sommer dahaam vor allem eines: eine Lektion in Demut. Wir haben ihn gerufen, nun ist er da. Und wir ertragen ihn mit der uns eigenen, stillen Tapferkeit. Wir schwitzen, trinken a boar Seidla auf die Völkerverständigung und flüstern leise in die flirrende Nachmittagshitze: Rudi, alter Freund, wo immer du jetzt bist: Wir nehmen alles zurück. A bissla Regen wäre fei auch amool wieder ganz schee. Nur so für die Pflänzla.</p><p>Schätzla, schau wie iech schau!</p></article><p>The post <a
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</item>
<item><title>Buchempfehlung: Lucy Steeds – The Artist</title><link>https://www.das-magazin.de/buchempfehlung-lucy-steeds-the-artist/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=buchempfehlung-lucy-steeds-the-artist</link>
<dc:creator><![CDATA[cobmaadmin]]></dc:creator>
<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 08:19:45 +0000</pubDate>
<category><![CDATA[Bamberger]]></category>
<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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isPermaLink="false">https://www.das-magazin.de/?p=22176</guid><description><![CDATA[<p>BUCHEMPFEHLUNG ULRIKE WEINBERGER VON DER BUCHHANDLUNG OSIANDER IN BAMBERG Immer wieder nehmen uns Romane mit in die Kunstwelt. Diesen Sommer begeistert „The Artist“ von Lucy Steeds. Nicht umsonst verbleibt der Titel dabei im englischen Neutrum, denn schon bald kommen mehrere Personen als Künstler in Frage. Wer also definiert Kunst, der Künstler oder der Betrachter? Lucy...</p><div
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<content:encoded><![CDATA[<h2>BUCHEMPFEHLUNG</h2><h3>ULRIKE WEINBERGER VON DER BUCHHANDLUNG OSIANDER IN BAMBERG</h3><p><strong>Immer wieder nehmen uns Romane mit in die Kunstwelt. Diesen Sommer begeistert „The Artist“ von Lucy Steeds. Nicht umsonst verbleibt der Titel dabei im englischen Neutrum, denn schon bald kommen mehrere Personen als Künstler in Frage. Wer also definiert Kunst, der Künstler oder der Betrachter?</strong></p><p>Lucy Steeds zeichnet in ihrem Debutroman „The Artist“ das Porträt eines fiktiven Künstlers. Joseph Adelaide macht sich hoffnungsvoll auf, um den berühmten Maler Edouard Tartuffe zu interviewen, über ihn zu berichten. Dieser lebt seit 30 Jahren unnahbar in einem abgeschiedenen Bauernhof in der Provence. Als Joseph dort eintrifft, darf er nur bleiben, wenn er dem großen Meister Modell sitzt. Joseph fügt sich und ist schnell fasziniert von Ettie, der Nichte des Malers. Sie ist seine Haushälterin, Assistentin, Köchin und Sekretärin. Wie ein Schatten huscht sie durch das Haus, erträgt schweigend die Schroffheiten ihres Onkels und hält doch alle Fäden in der Hand. Je mehr sich Joseph zu ihr hingezogen fühlt, desto öfter stellt sich ihm die Frage, was Ettie in diesem Haus hält.</p><p>Lucy Steeds schreibt farbig, plastisch, poetisch. Der Leser fühlt die flirrende Hitze des provenzalischen Sommers, sieht das in lebhaften Tönen beschriebene letzte Meisterwerk des Künstlers. Auch das Innenleben von Ettie und Joseph wird feinfühlig ausgelotet. Daneben weiß die Autorin Spannung aufzubauen. Was hält Ettie bei dem lieblosen Onkel? Wie kann es sein, dass Joseph sie dabei beobachtet, wie sie eines seiner Werke verbrennt, und es am nächsten Tag unversehrt auf der Staffelei steht? Wer tut hier was? Bis zum Schluss wird hier ein großartiger Bogen gespannt, der uns jedoch am Ende mit der Frage zurücklässt, was ist Kunst?</p><h3>INHALTSANGABE „THE ARTIST“</h3><p>Provence, um 1920. Venez. Kommen Sie. Mehr steht nicht in dem Brief. Und doch sieht sich Joseph Adelaide am Ziel seiner Träume: Er, ein noch völlig unbekannter Journalist, darf den weltberühmten Maler Édouard Tartuffe interviewen, der sich seit Jahren der Öffentlichkeit entzieht.</p><p>In dem abgelegenen Landhaus in der französischen Provinz erwartet Joseph dann allerdings eine Überraschung. Tartuffe weiß nichts von einer Einladung und doch kann Joseph bleiben. Er schreibt über den großen Maler, muss aber bald erkennen, dass nicht der »Meister des Lichts«, sondern Tartuffes Nichte das größere Rätsel darstellt. Langsam, Schicht für Schicht wie in einem Gemälde, wird er ihr Geheimnis ans Licht bringen.</p><h3>LUCY STEEDS</h3><p>hat nach ihrem Literaturstudium an der Universität Oxford in Frankreich und Singapur gelebt und pendelt derzeit zwischen London und Amsterdam. Als eines der meistgelobten Debüts des Jahres stand ›The Artist‹ 2025 auf der Longlist für den renommierten Women’s Prize for Fiction, wurde mit dem Waterstones Debut Fiction Prize ausgezeichnet und zum Waterstones Book of the Year gekürt. 2026 folgten Nominierungen für den British Book Award und den Walter Scott Prize for Historical Fiction. Seit seinem Erscheinen entfaltet der Roman eine stetig wachsende Anziehungskraft und erscheint demnächst in zweiundzwanzig weiteren Ländern.</p><p>The post <a
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